Gaspreis – Kosten und Zusammensetzung

Die Energiemärkte sind nach wie vor von hohen Beschaffungskosten bestimmt. Seit der Eskalation des Ukraine-Konfliktes im Februar sind weitere Unsicherheiten auf den Handelsmärkten hinzugekommen, die auch für EWE spürbar sind. Unter Betrachtung aller Faktoren macht dies eine erneute Preiserhöhung zum 1. Juli 2022 erforderlich.


So setzt sich der Gaspreis zusammen


So setzt sich der Gaspreis zusammen.

*Bei einem MwSt.-Satz von 19 %; ausgewiesen ist der prozentuale Anteil am Gesamtpreis.


Zusammensetzung Energiebestandteile 

Steuern, Abgaben und Umlagen machen etwa 26 % des Preises aus

Dieser Kostenblock macht rund ein Viertel des Gaspreises aus. Hierzu zählt neben der Mehrwertsteuer auch noch die Energiesteuer – eine vom Bund erhobene Verbrauchssteuer. Zusätzlich fließt die SLP-Bilanzierungsumlage in den Endpreis für die Gasabnehmer ein. Einen weiteren Faktor stellt die so genannte Konzessionsabgabe (KA) dar. Energieversorger zahlen Sie für die Nutzung von öffentlichen Verkehrswegen bei der Verlegung von Strom- und Gasnetzen. Mit Einführung des Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) wurde ab dem 1. Januar 2021 die sogenannte CO2-Abgabe eingeführt.

 Zusammensetzung Energiebestandteile

Beschaffungs- und Vertriebskosten bestimmen rund 64 %

Das ist der Einkaufspreis für Gas im engeren Sinne. Dieser ergibt sich aus dem Angebot und der Nachfrage nach Energie bzw. den Energieträgern. Auch die Kosten für den Vertrieb sind Bestandteil dieses Kostenblocks – allerdings in einem deutlich geringeren Umfang als die Beschaffungskosten.

 Zusammensetzung Energiebestandteile

Netzkosten machen ca. 10 % aus

Für die Benutzung der Gasnetze zahlt EWE Netzentgelte an den jeweiligen Netzbetreiber. Die Netzentgelte sind von der Bundesnetzagentur genehmigt und können von EWE nicht beeinflusst werden. Sie fallen in erster Linie für den Betrieb, die Instandhaltung und den weiteren Ausbau der Netze an. Zusätzliche Kosten entstehen durch den Messstellenbetrieb (Zähler) und die Messung.