Strompreis – Kosten und Zusammensetzung

Die Beschaffungspreise für Strom kennen aktuell nur eine Richtung, und zwar nach oben. Um dem entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung beschlossen, die EEG-Umlage auf 0,00 ct/kWh befristet bis Ende des Jahres abzusenken. Diese Entlastung in Höhe von 3,723 ct/kWh geben wir gerne an Sie weiter.


So setzt sich der Strompreis zusammen

So setzt sich der Strompreis zusammen.

*Bei einem MwSt.-Satz von 19 %; ausgewiesen ist der prozentuale Anteil am Gesamtpreis.


Zusammensetzung Energiebestandteile 

Steuern, Abgaben und Umlagen machen etwa 31% des Preises aus

Dieser Block macht den größten Teil des Strompreises aus. Neben der Mehrwertsteuer zählt dazu auch die Konzessionsabgabe für Strom, die EWE an die Gemeinden für das Recht zur Benutzung öffentlicher Verkehrswege zahlt. Die Stromsteuer – eine vom Bund erhobene Verbrauchssteuer – fließt ebenfalls mit ein, genauso wie die sogenannte EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und die Umlage aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G). Die letztgenannten Gesetze legen fest, dass Energieversorger vorrangig Strom aus erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen abnehmen müssen. Strom aus diesen Quellen wird höher vergütet als Strom, der aus herkömmlichen Methoden gewonnen wird. Die sogenannte Industrieumlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung ist ein weiterer Bestandteil des Strompreises. Sie beinhaltet die Befreiung stromintensiver Betriebe von den Netzgebühren. Die daraus entstehenden Kosten werden in Form einer Umlage auf alle Letztverbraucher verteilt. Gleiches gilt für die Offshore-Haftungsumlage. Diese neue Umlage sieht vor, dass Verbraucher für bestimmte Risiken der Errichter bzw. Betreiber von Offshore-Windparks, insbesondere bei einem verzögerten Netzanschluss, mithaften. Außerdem enthält der Strompreis die Kosten der Umlage zur Abschaltbaren Lastenverordnung (AbLaV), die einen finanziellen Ausgleich für den Beitrag zur Netzstabilität regelt.
 Zusammensetzung Energiebestandteile

Beschaffungs- und Vertriebskosten bestimmen etwa 45%

Das ist der Einkaufspreis für Strom im engeren Sinne. Dieser ergibt sich aus dem Angebot und der Nachfrage nach Energie bzw. den Energieträgern. Auch die Kosten für den Vertrieb, Service und Abrechnung sind Bestandteil der Energiekosten - allerdings in einem deutlich geringeren Umfang als die Beschaffungskosten.
 Zusammensetzung Energiebestandteile

Netzkosten machen ca. 24% aus

Für die Benutzung der Stromnetze zahlt EWE Netzentgelte an den jeweiligen Netzbetreiber. Die Netzentgelte sind von der Bundesnetzagentur genehmigt und können von EWE nicht frei gestaltet bzw. angesetzt werden. Sie fallen in erster Linie für den Betrieb, die Instandhaltung und den weiteren Ausbau der Netze an.

Neue Preiskomponente im Grundversorgungstarif – der Messpreis

Zusätzlich zum Arbeits- und Grundpreis finden Kunden der Grundversorgung (EWE Strom comfort) seit dem 1. Januar 2022 den Messpreis als neue Komponente auf der Verbrauchsabrechnung. Der Messpreis war bisher rechnerisch im Grundpreis enthalten. Um den Energieverbrauch zu optimieren, werden die alten Stromzähler nach und nach gegen neue Messeinheiten ausgetauscht. Sie ermöglichen sowohl Verbrauchern als auch Energieerzeugern einen detaillierten Überblick über den Stromverbrauch und die Stromerzeugung. Die Kosten für den Betrieb, die Instandhaltung und Wartung sind höher als bei konventionellen Stromzählern. Ihr persönlicher Messpreis hängt davon ab, welchen Zähler Sie haben und wie hoch Ihr Verbrauch ist. Sollten Sie noch einen konventionellen alten Stromzähler haben, betrifft Sie diese Änderung nicht.