Strompreis – Kosten und Zusammensetzung

Der Strommarkt ist weiterhin geprägt von anhaltend hohen Beschaffungspreisen. Hinzu kommt, dass die Netzentgelte für Strom in 2023 ebenfalls steigen. EWE kann sich diesen Entwicklungen nicht entziehen, so dass – unter Betrachtung aller Faktoren und Preisbestandteile – eine Preiserhöhung zum 1. Januar 2023 unausweislich ist.

Sobald der Gesetzgeber die Voraussetzungen für etwaige Entlastungen beim Strompreis, wie zum Beispiel eine Strompreisbremse, schafft, werden wir diese selbstverständlich an Sie weitergeben.


So setzt sich der Strompreis zusammen

So setzt sich der Strompreis zusammen.

*Bei einem MwSt.-Satz von 19 %; ausgewiesen ist der prozentuale Anteil am Gesamtpreis.


Zusammensetzung Energiebestandteile 

Steuern, Abgaben und Umlagen machen etwa 24 % des Preises aus

In diesem Kostenblock sind sämtliche staatlich veranlasste Abgaben und Umlagen zusammengefasst. Den größten Anteil nimmt die Mehrwertsteuer ein. Auf den Strompreis wird jedoch mit der Stromsteuer noch eine weitere Verbrauchssteuer erhoben. Die Konzessionsabgabe fließt an die Gemeinden für die Nutzung öffentlicher Verkehrswege bei der Verlegung von Strom- und Gasnetzen. Mit der KWKG-Umlage aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz wird die Erzeugung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gefördert. Mit der sogenannten Industrieumlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung werden besonders stromintensive Betriebe von den Netzentgelten befreit und die daraus entstehenden Kosten auf alle Letztverbraucher verteilt. Gleiches gilt für die Offshore-Haftungsumlage. Diese Umlage sieht vor, dass Verbraucher für bestimmte Risiken der Errichter bzw. Betreiber von Offshore-Windparks, insbesondere bei einem verzögerten Netzanschluss, mithaften.
 Zusammensetzung Energiebestandteile

Beschaffungs- und Vertriebskosten bestimmen etwa 60 %

Das ist der Einkaufspreis für Strom im engeren Sinne. Dieser ergibt sich aus dem Angebot und der Nachfrage nach Energie bzw. den Energieträgern. Auch die Kosten für den Vertrieb, Service und Abrechnung sind Bestandteil der Energiekosten - allerdings in einem deutlich geringeren Umfang als die Beschaffungskosten.
 Zusammensetzung Energiebestandteile

Netzkosten machen ca. 16 % aus

Für die Benutzung der Stromnetze zahlt EWE Netzentgelte an den jeweiligen Netzbetreiber. Die Netzentgelte sind von der Bundesnetzagentur genehmigt und können von EWE nicht beeinflusst werden. Sie fallen in erster Linie für den Betrieb, die Instandhaltung und den weiteren Ausbau der Netze an. Zusätzliche Kosten entstehen durch den Messstellenbetrieb und die Messung.

Neue Preiskomponente im Grundversorgungstarif – der Messpreis

Zusätzlich zum Arbeits- und Grundpreis finden Kunden der Grundversorgung (EWE Strom comfort) seit dem 1. Januar 2022 den Messpreis als neue Komponente auf der Verbrauchsabrechnung. Der Messpreis war bisher rechnerisch im Grundpreis enthalten. Um den Energieverbrauch zu optimieren, werden die alten Stromzähler nach und nach gegen neue Messeinheiten ausgetauscht. Sie ermöglichen sowohl Verbrauchern als auch Energieerzeugern einen detaillierten Überblick über den Stromverbrauch und die Stromerzeugung. Die Kosten für den Betrieb, die Instandhaltung und Wartung sind höher als bei konventionellen Stromzählern. Ihr persönlicher Messpreis hängt davon ab, welchen Zähler Sie haben und wie hoch Ihr Verbrauch ist. Sollten Sie noch einen konventionellen alten Stromzähler haben, betrifft Sie diese Änderung nicht.